08 Basic Multidrückstation

Dieses Gerät ist ebenfalls für erfahrenere Trainierende gedacht, bitte nutze das Trainingsgerät nur, wenn du bereits Ahnung vom Krafttraining hast.

Trainingsvarianten:

Beispielsweise ist mithilfe der einstellbaren Bank das geführte Schrägbankdrücken möglich. Lege dich auf die verschiebbare Trainingsbank (optimaler Winkel eingestellt auf 30 Grad) unter die Langhantelstange und positioniere deine Füße fest am Boden. Dein Gesäß berührt mit dem Steißbein das Rückenpolster, auf welchem zudem dein Rücken und dein Kopf abgelegt sind. Du umgreifst die Langhantelstange mehr als schulterbreit im Obergriff und achtest darauf, dass sich deine Handgelenke direkt unter der Stange befinden. Spanne deine Bauchmuskeln an und drücke die Stange nach oben. Jetzt sollten deine senkrecht nach oben ausgestreckten Arme die Stange direkt über deinen Schlüsselbeinen halten. Achte darauf, dass deine Arme nicht ganz durchgestreckt sind, sondern dass sie leicht gebeugt bleiben. Dies schont deine Ellenbogengelenke.

Jetzt startest du die erste Bewegungsphase der Übung indem du die Langhantelstange langsam durch Herablassen der Ellenbogen nach unten bis kurz über die Schlüsselbeinfasern der Brustmuskulatur absenkst. Während dieser Phase atmest du ein. Danach drückst du die Stange auf gleichem Weg wieder nach oben und atmest währenddessen aus. Vergiss nicht das Ellenbogengelenk am Ende der Drückbewegung leicht gebeugt zu lassen.

Ebenfalls ist an diesem Gerät das geführte Bankdrücken möglich. Lege dich mit dem Rücken auf die flach eingestellte Bank und positioniere deinen Oberkörper so, dass sich die Langhantel etwa auf Augenhöhe befindet. Platziere die Füße fest auf dem Boden, um Stabilität zu gewinnen. Spanne außerdem den unteren Rücken an, sodass ein leichtes Hohlkreuz entsteht. Wichtig ist auch die Haltung der Schulterblätter: Ziehe sie nach hinten, um die Schultergelenke zu stabilisieren. Wenn du deinen Körper in die oben beschriebene Position gebracht hast, kannst du die Langhantel etwas breiter als schulterbreit umgreifen und sie anschließend nach oben wegdrücken.

Nachdem man das Gewicht angehoben hat, hält man kurz die Anspannung senkt es anschließend wieder langsam ab. Dabei schiebt man die Ellenbogen nicht nach außen, sondern führt sie eher innen. Lass die Schulterblätter nach hinten gezogen und den unteren Rücken angespannt. Atme während dieser Bewegungsphase ein und vermeide es, das Gewicht einfach nach unten fallen zu lassen. Eine langsame und kontrollierte Ausführung ist von Bedeutung.

Auf keinen Fall solltest du das Gewicht auf der Brust ablegen oder es gar auf der Brust federn lassen, um es mit mehr Schwung nach oben drücken zu können. Schonender für die Schultern ist es in jedem Fall, wenn man die Langhantel nicht zu weit absenkt. So ist es zum Beispiel möglich, die Langhantel immer nur bis zu dem Punkt abzusenken, an dem Ober- und Unterarm in einem 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Anschließend drückst du die Langhantel wieder nach oben. Der untere Rücken ist angespannt, die Schulterblätter sind nach hinten gezogen. Du atmest während dieser Bewegungsphase aus. Am oberen Punkt angekommen, streckst du die Arme nicht ganz durch, sondern behältst eine leichte Beugung bei, um die Ellenbogengelenke zu schonen. Dann fährst du mit der nächsten Wiederholung fort.

Griffweise beim Bankdrücken: Im Kraftsport ist es mitunter üblich, die Hantelstange nicht mit dem Daumen zu umgreifen, sondern selbigen neben die anderen Finger zu legen. Die Stange ist dann nicht fest umschlossen, sondern ruht zwischen Handflächen und Fingern. Man nennt dies den Affengriff. Diese Grifftechnik birgt ein hohes Risiko, denn die Stange kann abrutschen. Wir empfehlen deshalb, die Hantelstange mit dem Daumen und den anderen Fingern vollständig zu umschließen.

Achtung: Die richtige Geschwindigkeit der Ausführung scheint vielen Athleten ein Rätsel. Insbesondere das Absenken der Langhantel darf nicht in den Bruchteilen einer Sekunde geschehen. Außerdem solltest du vermeiden, das Gewicht auf der Brust abfedern zu lassen, um auf diese Weise Schwung für die Aufwärtsbewegung zu holen.

Beanspruchte Muskelgruppen:

Oberkörper

Rumpf

Unterkörper